TRAVEL: Valencia

Das war bitter nötig: ein Kurztrip Richtung Sommer mit der besten Freundin im Gepäck. Gerade mal drei Tage hatte ich in der drittgrößten Stadt Spaniens – Valencia – um Urlaub zu machen. Und die Tage haben nicht nur gereicht, um mich wieder ein bisschen zu entspannen und zu erholen, sondern auch, um ein großer Fan der Stadt zu werden. Valencia bietet alles, was das Kurzurlaub-Herz begehrt: einen tollen Stadtkern mit großem Kultur- und Geschichtsangebot für alle, die eine Stadt so richtig kennenlernen wollen, beliebte Ausflugsziele außerhalb des Stadtkerns, einen riesigen Hafen und tolle, ewig breite Strände, eine Strandpromenade mit vielen verschiedenen Restaurants, sowie vielfältige Shoppingmöglichkeiten. Ich brauche euch glaube ich nicht zu erzählen, dass unsere drei Tage bestens befüllt waren.

Unseren ersten Tag haben wir mit einer rund zweistündigen Tour durch die Altstadt begonnen. Im Gegensatz zu den anderen, riesigen Touristengruppen waren wir in unserem Grüppchen nur zu viert, was die Tour unheimlich angenehm und persönlich gemacht hat. Rückfragen waren jederzeit möglich und es war eher ein Spaziergang mit Infos (z.B. dass fast jeder zweite männliche Valencianer Vincent heißt, was bei unserer Kneipentour am Abend bestätigt wurde) und man hatte nicht so das Touri-Gefühl, was ich richtig gut fand. Wir haben also alles gelernt, rund um Stadtgründung, um die wichtigsten Personen und Kriege, die Geschichten hinter den Kirchen, Kathedralen und historischen Gebäuden. Teil der Tour war auch ein Besuch der Markthalle inklusive einem Glas Horchata (sowas wie Mandelmilch) mit Fartons (ein Hefe-Gebäck), was jetzt nicht unbedingt mein Fall war, was man aber bei einem Besuch in Valencia definitiv probieren sollte. Besonders cool fand ich übrigens, dass das trockengelegte Turia-Flussbett in den letzten dreißig Jahren zum Park umfunktioniert wurde und sich so eine breite Grünfläche um die Altstadt schlängelt.

Den Nachmittag verbrachten wir dann in der Ciudad de las Artes y de las Ciencias (die Stadt der Künste und Wissenschaften), ein großer Gebäude- und Parkkomplex, der in der Turia-Grünfläche angelegt ist. Nicht nur ist das Äußere der Gebäude architektonisch wahnsinnig beeindruckend, sondern es gibt auch einiges zu entdecken. Lena und ich haben uns für L’Oceanogràfic entschieden, das größte Aquarium Eurpoas, in welchem ich den hässlichsten Fisch aller Zeiten entdeckt habe. Sehr schön angelegt!

Nachdem wir am Ankunfts-Abend bereits Tapas en masse bestellt und uns dabei mit frittiertem Essen überfressen haben, entschieden wir uns an diesem Abend für eine andere Art Tapas. Auf Empfehlung meiner Mama gingen wir ins Sagardi, wo wir massenweise Pinchos verdrückten. Die sind etwas aufwendiger zubereitet als Tapas und wirkten auf mich nach dem vielen frittierten Essen vom Vortag vor allem sehr viel frischer. Ihr könnt euch das quasi als kleine Baguettestückchen vorstellen, die mit allem möglichen belegt sind: Von Lachs und anderen Fischspezialitäten zu Fleischhäppchen, Camenbert mit Preisselbeersauce, Spinat-Käse-Mischungen, Tortillas, und und und. Die Auswahl ist riesig! Das System ist dabei sehr angenehm: man schnappt sich einen Teller und bedient sich an einer Theke selbst – so kann man genau anschauen, was man essen möchte. Eins kann ich euch sagen: lecker war’s! Kann ich sehr empfehlen! Dazu gab es sowohl im Sagardi, als auch später in einer Kneipe Agua de Valencia, eine Art Cocktail, die mir supergut geschmeckt hat und die ich ich für den Balkonsommer sicher auch mal nachmachen werde.

Unseren zweiten Tag haben wir mit einem kleinen Frühstück begonnen und sind dann bei bei bewölktem Wetter losgezogen, um ordentlich zu shoppen. Zu allererst zog es uns dann allerdings nicht in die Kleiderläden, sondern in den örtlichen Sephora, wo zuerst Lena und dann ich an der Benefit Brow Bar hängen blieben und unsere Augenbrauen bei der goldigsten Dame aller Zeiten haben machen lassen. Nachdem die Augenbrauen wirklich sehr gut gelungen sind (ich bin völlig begeistert vom Augenbrauen-Bogen, den ich so alleine nie hinbekommen habe), meinte sie es dann mit mir etwas zu gut – während sie Lena richtig schön mit Benefit-Produkten schminkte, dachte sie wohl, dass alle blonden Mädels Barbies sind, denn mit knallpinkem Cha-Cha-Tint wurden nicht nur meine Lippen, sondern auch meine Wangen sowas von rosa, dass meine Reaktion bei einem Blick den Spiegel irgendwo zwischen laut lachen und panisch heulen lag. Hilfe! Ich habe mich dann direkt erstmal wieder von allem Kram befreit und mir Lena’s tolle Produkte genau gemerkt. Danach begannen wir mit einer ausführlichen und äußerst erfolgreichen Shoppingtour. Zwar hat man wirklich sämtliche Geschäfte zum Teil gleich mehrfach zur Auswahl, allerdings fanden wir die Einkaufsstraßen nicht sehr ansprechend. Jeder zweite Laden stand leer und wirkte trostlos und die Läden verteilten sich auf mehrere Straßen, die allesamt nicht so schön angelegt waren. Um alles abzuklappern musste man öfter mal die mehrspurigen Straßen überqueren. Allerdings jammern wir hier auf sehr hohem Niveau, denn fündig wurden wir trotzdem! Den Tag ließen wir dann mit leckerer Pizza an der Strandpromenade ausklingen und fielen später totmüde ins Bett.

Am letzten Tag haben wir erstmal ordentlich ausgeschlafen, haben dann unsere Sachen gepackt und am Bahnhof eingeschlossen. Anschließend ging es ab an den Strand, wo wir in der Sonne brutzelten. Ich hätte eher nicht wegdösen sollen, denn so habe ich mich leider ordentlich verbrannt und bei einem Blick auf meine Arme und meinen Bauch bekomme ich einen panischen Hautkrebs-Anfall. Ganz schlimm, da ich normalerweise der absolute Creme-Meister bin – aber diesmal war’s wohl nix. Hoffentlich verzeiht es mir die Haut. Abends ging es dann zurück an den Flughafen, wo wir während einer kulinarischen Köstlichkeit bei Burger King dann wieder feststellten, wie klein die Welt ist – denn dort trafen wir Bloggerin Maren, mit der wir dann auch noch ein kleines Schwätzchen hielten.

Als Fazit kann ich sagen: diese Stadt ist definitiv einen Besuch wert! Sowohl kulinarisch als auch vom Freizeitangebot her gibt es hier einiges zu entdecken und ein, zwei Tage mehr hätte ich dankend angenommen. Die drei Tage habe ich vollkommen genossen und jetzt bin ich wieder vollgetankt mit Energie und der Sommer kann kommen!

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15 Kommentare

  1. Juni 3, 2014 / 10:26 am

    Ich war ebenfalls kürzlich für zwei Wochen in Valencia und ich liebe diese Stadt! Wusste gar nicht, dass Vincent so ein verbreiteter Name in Valencia ist. Horchata musste ich auch unbedingt probieren, aber mir hats auch nicht geschmeckt 😀 schöne Fotos! Xx

  2. Juni 3, 2014 / 11:43 am

    ach was für ein toller reisebericht! und herrliche fotos, beste grüße an deine lena *wink
    besonders das strandbild gefällt mir gut, da stahlst du so schön!
    ich drück dich u bis bald,
    maren

  3. Juni 3, 2014 / 1:27 pm

    Das sieht nach gelungenen 3 Tagen aus 🙂 Die Stadt sieht wunderschoen aus und ihr natuerlich auch. Ich haette dich gerne im Barbie-Pinki-Look gesehen, haha. XO

  4. Juni 3, 2014 / 1:41 pm

    Das ist aber auch wirklich gemein: Da öffnet man nichtsahnend bloglovin und die erste drei Beiträge? Madrid, Valencia und eine weitere spanische Stadt! 😉 Ein sehr schöner Reisebericht und tolle Bilder, liebe Lena 🙂
    Lg Ronja

  5. Juni 3, 2014 / 2:19 pm

    Wow was für tolle Bilder 🙂

    Liebe Grüße
    Leonie

  6. Juni 4, 2014 / 2:41 am

    Wow tolle Bilder! Ich will auch nach Valencia!
    Liebe Grüße, Nadja

  7. Laura
    Juni 4, 2014 / 7:27 am

    Schöner Bericht. Leña bedeutet ürbigens Holz 😉

    Liebe Grüße,
    Laura

    • Juni 4, 2014 / 8:27 am

      Jaaaaa 😀 Ich weiß! Aber das kleine Schlängelchen denken wir uns mal Weg und freuen uns nen Ast über die LENA-Straße 😉 ♥

  8. Juni 5, 2014 / 6:08 am

    Wow, die Bilder sehen toll aus! Da bekomme ich sofort Lust in Urlaub zu fahren!! <3

    xxx

  9. Tereza
    Juni 5, 2014 / 9:38 am

    Wow, das hört sich nach einer gelungenen Kurzreise mit viel Abwechslung an…und tolle Bilder sind das, die ihr da gemacht habt 🙂 Muss ich unbedingt meinen Mädels vorschlagen…

    Liebst, Tereza

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