DIY: Gold Foil Prints

Ich kann euch sagen, meine Fingergelenke tun mir immernoch weh vom peniblen Ausschneiden der Goldfolie. Ziemlich wahrscheinlich bekomme ich jetzt Jahre früher Rheuma – aber wenigstens werde ich dann mit Freude meine Goldfolienprints anschauen können. Was ich euch heute zeige, ist ein Tutorial, das in der Theorie total einfach ist – in der Praxis allerdings scheitert man bereits an einem fehlenden Drucker für die Vorlage. Ich zumindest. Aber fangen wir von vorne an, bevor ich euch mit Fingerschmerzen und Scheitern an jedem einzelnen Punkt vollkommen abgeschreckt habe. Diese Woche habe ich noch Urlaub, bevor es für mich wieder zurück auf den Bürostuhl geht. Und während dem Urlaub kriegt man so einiges erledigt – vor allem, wenn an zwei Tagen das Internet streikt und man nichts anderes machen kann, als endlich mit dem Prokrastinieren der lange liegengebliebenen Projektchen aufzuhören. So habe ich nicht nur endlich zwei riesen Taschen mit ungenutzten Kosmetikartikeln verräumt, die seit meinem Einzug in einem Eck im Schlafzimmer standen (und mit verräumt meine ich: Ich habe das Zeug weggeworfen), sondern ich habe mich ebenfalls an die gerahmten Prints mit Goldfolie gemacht, um die es heute geht.

Ihr kennt sicherlich alle die tollen Goldfolien-Prints von Sarah & Bendrix, über deren grammatikalische Korrektheit man sich natürlich streiten kann, die aber einfach wunderschön sind. Und teuer. Und deswegen habe ich gedacht, dass das auch anders gehen muss – besonders, wenn man einen ganz spezifischen Wunsch hat, sowohl an den Print, als auch an die Größe. Ich wollte nämlich drei französisch-inspirierte Drucke haben, die ich so nirgends finden konnte: Oh La La, Salut und Chérie. Selbstmachen war angesagt.

DAS MATERIAL
Ihr braucht eigentlich gar nicht viel. Selbstklebende Metallicfolie aus dem Baumarkt (ich hatte meine z.B. von Hornbach), aus der man gefühlte hunderachtzigtausend Prints rausbekommen würde – ich habe mir völlig überschätzt zwei Rollen gekauft und habe nach getaner Arbeit (das heißt: nach viel unnötig verbrauchtem Material) nur etwa ein Viertel der ersten Rolle verbraucht. Und Scheren jeglicher Größe – je kleiner der Print wird, desto kleiner die Schere, logischerweise, wegen der ganzen kleinen Kurven (wenn man so irre ist wie ich und für den ersten Versuch eine Schreibschrift auswählt). Außerdem braucht ihr eine Schablone oder eine Vorlage. Ich wollte das ganze mit einer Schablone machen, allerdings scheiterte ich an einem Drucker und so habe ich die Schriftzüge frei Hand gemacht (hört sich talentierter an, als es ist: ich habe etwa dreihundertachtzig Versuche gebraucht).

SO GEHTS
Eigentlich ist es lachhaft, dass ich überhaupt einen ’so gehts‘-Schritt einfüge, weil es eigentlich selbsterklärend ist. Aber nur eine Zwischenüberschrift ist genauso sinnfrei, also erkläre ich euch jetzt halt doch, dass ihr den Schriftzug entweder frei Hand wie ich oder mittels Schablone auf die Klebefolie übertragen müsst, dann ganz penibel ausschneiden (ausschneiden eines kleinen Schreibschriftschriftzug is a bitch – nur für alle, die genauso ungedulig sind wie ich: es wird frustrierend!) und auf den gewünschten Untergrund kleben – fertig.

Das ganze sieht dann so aus wie auf den Fotos. Die sind übrigens heute nicht so genial geworden, weil ich sie mit einer kleinen Oldschool-Digicam gemacht habe. Meine Spiegelreflex ist nämlich gar nicht meine, sondern gehört meiner Mama. Und seit ich nicht mehr zu Hause wohne, ist das ein wenig schwierig geworden. Deswegen bin ich derzeit am Grübeln, mir selbst eine zuzulegen und wenn ja, welche. Ich will auf jeden Fall bei Canon bleiben, einfach, weil ich das kenne und damit gut klarkomme. Jetzt fragt sich: das gleiche Modell wie meine Mama (eine EOS 600D) oder gleich so ein Ultra-Pro-Gerät wie hier? Ich habe halt Angst, dass ich zu schlecht bin für das, was die Kamera kann und müsste mich megamäßig damit beschäftigen (denn im Gegensatz zu vielen anderen Bloggern weiß ich durchaus, dass eine gute Kamera nicht gleich gute Fotos bedeutet). Meinungen? Und überhaupt: Meinungen zu den Prints?

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26 Kommentare

  1. Nele
    August 21, 2014 / 3:08 pm

    Sieht wirklich gut aus! Leider habe ich keinen wirklichen Flur bzw. Freie Wand für die Bilderrahmen. Aber in der nächsten Wohnung bestimmt!

    Kleiner Tipp: mit sogenannten Cuttermessern oder auch teppichmessern lassen sich filigrane dinge supergut ausschneiden 😉

    • August 24, 2014 / 1:17 pm

      Ja, ich habe mir sogar extra ein ganz feines Cuttermesser dazugekauft, weil ich mir auch dachte, dass das leichter geht. Allerdings ist die Klebefolie ja doppelt, sodass ich mit dem Cuttermesser bei den kleinen Eckchen und Rundungen immer das Problem hatte, dass eine der Lagen ausfranst, das wurde irgendwie unschön 🙂

  2. August 21, 2014 / 4:29 pm

    Die Idee ist echt toll 🙂 Wenn ich im Moment irgendwie Zeit hätte, würde ich dein DIY gleich umsetzen!

    Zu deinem Kamera-Problem:

    Ich rate dir dazu, dir keine so teure Kamera zu kaufen (außer, du möchtest dich mit der Fotografie selbständig machen!). Bevor ich meine gekauft habe, habe ich auch echt gegrübelt, in welcher Preisklasse. Aber selbst, wenn du dir solch eine Kamera leisten könntest wäre es wirklich rausgeschmissenes Geld, wenn du sie im Endeffekt "nur" für ein paar Outfitposts nutzen würdest.
    Vom Umfang her reicht dir die 600D bestimmt auch. Und wenn du dich verändern willst kannst du dir immernoch die teurere Kamera kaufen und die alte wieder verkaufen 😉

    Liebste Grüße,

    Tanja

  3. August 21, 2014 / 5:39 pm

    Ähm. Ich hätte bitte alle 3. Genauso. Nimmst du Bestellungen an? Bist ja jetzt in Übung :DD
    Spaß. Sieht richtig toll aus!

  4. August 21, 2014 / 7:35 pm

    Wow das schaut ja wie gekauft aus! Tolle Arbeit 🙂 Bei mir säh das ganz anders aus! 😀
    Liebst,
    Farina

  5. August 22, 2014 / 4:57 am

    Die Prints sind richtig toll geworden. Passen (zumindest laut den Bildern) perfekt in deine
    Wohnung und zu dir :).

    Hinsichtlich der Kamera: Ich habe derzeit eine Canon 650 D und mein Lieblingsmensch die
    700D. Ich kann dir die Kamera von meinem Lieblingsmenschen empfehlen, weil sie noch mehr kann als meine und kein riesiges Vermögen kostet :). Meiner Meinung nach ist eine
    Kamera immer so gut, wie der Fotograf sie einsetzt (,deshalb sollte ich mich wohl auch endlich mal dahinter klemmen und meine Kamera "erlernen", anstelle nur auf den Auto-Modus zu vertrauen oder meinen Lieblingsmenschen als Fotograf zu missbrauchen ;)).
    Ansonsten schau dir doch einfach bei Youtube oder so mal ein paar Reviews hinsichtlich der Möglichkeiten der gewünschten Kamera an. Das hat mir damals bei der Wahl geholfen. Bin gespannt auf deine zukünftige Kamera.

    Liebe Grüße
    Kat
    http://www.heartandsoulforfashion.com

  6. August 22, 2014 / 5:20 am

    Ich finde die Prints toll! Hab auch selbstgemachte (mit der Airbrushpistole) an der Wand hängen :)) Goldfolie hört sich aber ebenfalls super an, vor allem sieht das so schön edel aus! 🙂

  7. Anonym
    August 22, 2014 / 6:25 am

    Liebe Leonie, sieht sehr hübsch aus! Wie hast du denn die knöpfe in die Wand bekommen? 🙂 Danke!

  8. August 22, 2014 / 7:15 am

    Wow – so schön 🙂
    Ich hätte auch gerne solche, aber in Kupfer statt Gold, das würde besser passen. Machst du das auch? 😀

    Zur Kamera: ich habe (meine ich) mal bei Joana von Lichtpoesie gelesen, dass sie solch megateure Kameras nur für Profifotografen empfiehlt bzw. wenn du dich damit richtig arbeiten möchtest. Ansonsten machen die anderen Kameras ja auch sehr gute Bilder und dürften vollkommen ausreichen.

    Liebe Grüße
    Sara

    • August 22, 2014 / 7:15 am

      ups…da ist ein "dich" zu viel…

  9. Anonym
    August 22, 2014 / 1:11 pm

    Wow, sieht echt richtig toll aus. Könntest du auch mal ein Bild von Deinem ganzen Flur einstellen?

    • August 24, 2014 / 1:14 pm

      Das ist ein bisschen schwer, weil der total verwinkelt ist und drei Türen hat 😀 Das ist noch das fotogenste Eck 😉

  10. August 22, 2014 / 11:38 pm

    WAS?? "Nicht so genial"???
    Gehts noch??? Ich find alles genial – deinen Text. Dein Bild. Deine Umsetzung deiner Idee! Und auch das Drumherum auf dem Bild – die weißen schwebenden Regale (wie süß ist das denn??), den Baum mit dem Schmuck!!
    ALLES GENIAL!! Ich liebe deinen Blog <3 <3 <3 🙂
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

  11. Anonym
    August 23, 2014 / 3:42 pm

    eine 700D reicht locker, vor allem, wenn du dich nicht sooo damit beschäftigen willst. dann würdest du das Potential der teuren Kamera gar nicht ausnutzen.. viel wichtiger ist, dass du dir ein gutes Objektiv kaufst 🙂

    • August 24, 2014 / 1:13 pm

      Ich glaube am allerwichtigsten ist vor allem, dass ich mich endlich mal damit auseinandersetze. Ich habe ein ganz gutes Objektiv, weiß nur einfach überhaupt nicht, was ich damit machen soll 🙂

  12. August 23, 2014 / 5:57 pm

    Hey 😉 wegen der Kamera. Nimm nich die 5D, die isch 1. viel zu teuer und 2. Benutzen die Profi-Fotografen:D
    Wenn du ne gute Kamera möchtesch, die relativ günstig isch, dann nimm die 60D. Die liegt zwischen "normaler" Spiegelreflexkamera und Profikamera. Ich hab die seit Februar und bin echt zufrieden. Mit der kann man echt viel machen, aber die Bedienung isch noch relativ einfach 🙂

    • August 24, 2014 / 1:12 pm

      Danke für den Hinweis! Die 60D schaue ich mir dann auf jeden Fall mal genauer an!

  13. August 24, 2014 / 12:22 pm

    Das ist eine tolle idee, ich suche schon lange nach einer Möglichkeit meinen familienklan an die Wand zu bringen. Also als stammbaum würde es sich ja auch eignen 🙂 toller blog, weiter so! Grüße, Wilja vom kidsandheels.blogspot.de

  14. August 25, 2014 / 1:46 pm

    Sieht super schön aus und ist wirklich eine super günstige Alternative. Werde ich auf jeden Fall auch mal ausprobieren. Danke für den Tipp

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