FOTOTIPPS VOM ÜBERSEEMÄDCHEN

Was das Lesen anderer Blogs anbelangt, bin ich eher der Typ, der sich mit seinesgleichen zusammentut. Ich lese zu einem sehr großen Teil nur Blogs, die die gleichen Themen behandeln wie ich – einfach, weil es meinem Interessengebiet entspricht. Ab und an schleicht sich aber etwas ganz anderes dazwischen – seit längerer Zeit gehören auch ein, zwei Fotografieblogs auf meine Leseliste und dazu gehört Isabelle’s Blog Übersee-Mädchen. Eigentlich ist es kein reiner Fotografieblog, aber ich blieb immer dort hängen, weil ihre Bilder so eine unheimlich schöne Stimmung haben. Isabelle zeigt aber ganz viele verschiedene Themen, immer interessant und mit einem Mehrwert. Das geht von Rezepten über Sportmotivation zu Urlaubsbildern. Schön finde ich auch, dass Isabelle wöchentlich viele interessante Posts von anderen Blogs und Websites sammelt, wodurch man wahnsinnig viele interessante Geschichten und Stories lesen kann. Heute hat sie für euch einen Post mit Fotografietipps geschrieben, den ich selbst gleich mal eingesogen habe. Also schaut unbedingt bei ihr vorbei, wenn euch gefällt, was ihr heute lest!

Photos gehören geradezu zum Bloggen, dabei sind sie nicht nur schmuckes Beiwerk, sondern eine Kunst für sich. Heute möchte ich euch einige Photographie-Tipps geben, die ich in den letzten Jahren mitgenommen habe und die mir geholfen haben, meine Photos zu verbessern. Und die mir bis heute helfen, mich und meine Photographie weiter zu entwickeln.

1) Traut euch – egal mit welchen Mitteln

Ein Thema, das nicht nur in Bloggerkreisen bewegt: Welche Ausrüstung benötigt man, um gute Photos zu schießen? Ich finde, dass man grundsätzlich mit jeder Kamera photographieren kann, denn letztlich zählt der Photograph hinter der Kamera.
Meine erste Kamera war eine Lumix und hat damals (2009) 100 Euro gekostet, heute dürften vergleichbare Modelle günstiger sein. Hier seht ihr einige meiner damaligen Photos:

 

Für eine kleine und verhältnismäßig günstige Digitalkamera nicht schlecht, oder? Inzwischen habe ich mir eine Spiegelreflexkamera gegönnt und mir damit einen Jugendtraum erfüllt. Warum? Weil man damit dann doch ein paar mehr Möglichkeiten hat, z.B. wenn es um Blendeneinstellungen und Langzeitbelichtungen geht. Möglichkeiten, die nicht jeder Hobby-Photograph oder Blogger braucht und nutzt, daher muss es nicht gleich eine teure Kamera sein.
 

2) Das Motiv

Natürlich solltet ihr auch etwas haben, das ihr photographieren möchtet und könnt: Das Motiv. Habt ihr einen Fashionblog, so ist es das besondere Outift, bei einem Foodblog das nächste Rezept… Auch Random-Bilder aus dem Alltag können interessant sein – müssen sie aber nicht! Grundsätzlich gilt Qualität vor Quantität – auch wenn es sich um eine wunderschöne Blume handelt, muss man sie nicht aus jedem möglichen Blickwinkel festhalten.
Grundsätzlich eignen sich meiner Meinung nach gerade Blumen oder Alltagsobjekte für den Anfang ganz gut, um sich an der Photographie zu versuchen und sich mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinander zu setzen. Hier hilft Alltagslicht oder ein Photozelt, wie ich es euch hier gezeigt habe. Der kamerainterne Blitz ist meist mit unschönen Effekten verbunden, lieber Finger weg davon.

3) Komposition und Bildausschnitt

Der goldene Schnitt ist neben Leonardo da Vinci und Co. auch für die Photographie-Kunst relevant. Dabei geht es darum, den Bildgegenstand nicht zentral zu platzieren, sondern an den Schnittpunkten eines Gitters, das man imaginär über das Bild spannt. Andererseits kann es gerade bei Motiven wie Fenstern, Türen und Co. reizvoll sein, diese mittig zu platzieren.
Wie immer gilt: Probieren geht über Studieren.
Für die Komposition solltet ihr auch den Hintergrund beachten. Viel zu oft sieht man Beautyprodukte auf einem unansehnlichen Fliesenboden drapiert, dabei ist es einfach: mit einem Bettlaken oder einem Plakat kann man diesen verschwinden lassen. Auch kleinere Digitalkameras schaffen teilweise ein recht schönes Bokeh (das ist, wenn der Hintergrund verschwimmt und Lichtpunkte entstehen wie im untenstehenden Bild, achtet auf das Licht oder probiert mal Photos mit einer Lichterkette im Hintergrund.

 


 
4) Bildoptimierung

Bildbearbeitung gehört heute geradezu dazu, auch wenn ich selbst es lieber als Bildoptimierung bezeichne und keine dramatischen Änderungen vornehme. Es gibt zahlreiche kostenlose Programme wie Gimp oder Photoscape, mit denen man schnell einen neuen Dreh in seine Bilder bekommt. Ich selbst benutze Lightroom, die Studentenversion kostet bei Amazon teilweise nur 35 Euro und ich bin sehr zufrieden. Man gibt seinen Bildern damit ein bisschen mehr Tiefe, je nach Stil auch einen etwas verblichenen Effekt oder Farbtouch – ihr habt die Wahl. Man sollte es allerdings nicht übertreiben. 

PS: Es gibt so viele Tutorials für Bildoptimierung bei YouTube, auf Blogs oder in speziellen Foren. Auch ich stehe erst am Anfang und eigne mir damit den ein oder anderen Trick an.

5) Inspiration finden

Irgendwann sind die Möglichkeiten im eigenen Umkreis erschöpft und Motive ergeben sich nicht mehr einfach so. Jetzt geht es gezielt auf Motivsuche.
Offline gehe ich spazieren und auf Reisen. Außerdem liebe ich Photographie-Bücher, egal ob ein zusammenfassender Guide wie Tom Angs Photographieschule, speziell wie kreative Porträt-Photographie oder historisch mit zahlreichen Beispielen aus der Photographie-Geschichte (ich liebe z.B. Henri Cartier-Bresson).
Etwas vielseitiger (es gibt soo viele Seiten) kann man online mit Blogs, Flickr (z.B. bei Reisen einfach mal das Ziel eingeben), Pinterest und speziellen Photographie-Seiten wie der DigitalPhotographySchool (den Newsletter könnt ihr hier abonnieren) Inspiration finden. Meine Lieblingsseiten für Photoinspiration sind außerdem Cuded, Ignant und Kwerfeldein


6) Experimente wagen


Vielleicht seid ihr bei eurer Recherche auf mögliche neue Projekte gestoßen, die ihr jetzt angehen könntet. Analoge Photographie, Selbstporträts oder Street-Photographie sind beispielsweise Bereiche, die mich besonders reizen. Traut euch an solche Experimente, auch wenn erste Ergebnisse vielleicht frustrierend sind.
An analoger Photographie habe ich mich schon mehrmals versucht und von den fast 100 Bildern gefallen mir vermutlich nur 15, wirklich gut gefallen mir sechs oder sieben. Keine gute Quote, hm? Doch das ist ein Risiko, das ich für dieses Experiment gerne eingehe. Der Vorteil einer analogen Kamera ist übrigens auch der günstige Preis, denn auf Flohmärkten gibt es sie schon für wenige Euro! Die Entwicklungskosten lohnen sich für die Erfahrung, die man mit dem manuellen Einstellen von Blende, Belichtungszeit etc. sammelt.

 


 

Genauso gehören misslungene Selbstporträts auf dem steinigen Weg zu guten Ergebnissen dazu. Wie habe ich diesen Spruch gehasst, aber er stimmt: Aus Fehlern lernt man. Eines der ersten Selbstporträts, das mir bisher gefällt:
 


 

Ich hoffe ich konnte euch mit meinen Tipps ein wenig weiterhelfen und dazu inspirieren, etwas Neues zu probieren unabhängig der Kamera, die ihr dafür zur Verfügung habt. Wenn von dutzenden Photos auch nur eines dabei ist, von dem ihr richtig überzeugt seid und das euch ein Lächeln ins Gesicht treibt, wenn ihr es anblickt, haben sich die vielen Versuche schon gelohnt. Mir geht das mit diesem Bild so:
 


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7 Kommentare

  1. April 11, 2013 / 5:26 pm

    Jaaa, solche Beiträge liebe ich ja besonders!
    Fotografiere seit ein paar Jahren und freue mich immer über Tipps und Tricks von Anderen!
    Super!
    Danke für den tollen Beitrag! 🙂

  2. April 12, 2013 / 7:29 am

    Danke für den tollen Blogtipp! Fotografie ist schon was Tolles! Leider komme ich momentan viel zu selten dazu oder bin zu unmotiviert durch das ätzende Wetter zur Zeit.

  3. April 12, 2013 / 6:49 pm

    Gerne, dachte mir schon, dass da was nicht stimmt… 😉

  4. April 13, 2013 / 10:29 am

    Du hast einen sehr, sehr schönen Blog! Dein Oufit im letzten Post gefällt mir auch echt gut 🙂
    Liebe Grüße

  5. April 28, 2013 / 2:55 pm

    Ich mag ganz gerne die ganzen Fotoblogs, oder auch die kostenlosen Fotoseiten wie pixabay…

    Da verbringe ich schon mal ne Stunde nur mit dem bewundern der ganzen Bilder…gerade pinterest ist ja auch so eine Schwäche von mir!

    Ganz besonders gefallen mir die ganzen Schwarz-Weiss Bilder, wo dann nur eine Farbe eingefügt wird…einfach TOP!

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